Gezielter Einsatz
Der in Kalifornien ansässige Mutter-Konzern von Interferenz, die Solatube International Inc., hat das Projekt zusammen mit dem Architekten Weimin Zhuang im Jahr 2007 geplant und in Verbindung mit einem ortsansässigen Bauunternehmer Anfang 2008 umgesetzt. Die Sonnenröhren mussten so eingebaut werden, dass der imposante Deckeneindruck durch das einzubauende Lichtsystem nicht tangiert wurde.
Der Architekt legte Wert auf eine energiesparende Lösung, die zudem das Licht über eine Strecke von 18 m (!) nach unten transportieren sollte. Zusammen mit dem Architekten, dem Lichtplaner und dem Pekinger Bauunternehmen konzipierte die Solatube International Inc. schließlich eine Lösung, die den Einbau von 148 Sonnenröhren vom Typ DS 750 vorsah. Der Durchmesser der Röhren beträgt jeweils 530 mm. Sie ragen etwa 2 m von der Dachkante in den Innenraum und transportieren das Tageslicht dann nach unten – wo Wettkampfarena und Zuschauerränge mit hellem Tageslicht zu beleuchten sind.
„Die Olympia-Verantwortlichen haben durch diese Lösung gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, lobt Markus Korsch, Geschäftsführer der deutschen Interferenz Daylight, die realisierte Lösung. Auch in Deutschland hat Korsch schon ähnlich innovative Projekte umgesetzt. Fensterarme Bereiche können mit Sonnenröhren fast den ganzen Tag über beleuchtet werden. Kosten für eine künstliche Beleuchtung fallen dort tagsüber nur noch in marginaler Form an. Selbst an trüben Tagen bietet das Tageslicht noch bis zu 3 000 Lux, gegenüber den üblichen 500 Lux bei künstlicher Beleuchtung in Büroräumen.
Die Solatube ist in unterschiedlichen Varianten für verschiedene Raumgrößen und Deckenarten erhältlich.

Der Durchmesser der 148 Sonnenröhren in der...

