Nachtwirkung

Neugestaltung des ZOB Areals in Hildesheim

In einem ein interdisziplinären Workshopverfahren durch das Architekturbüro Gössler Kinz Kreienbaum, sowie das Landschaftsarchitekturbüro Hahn, Hertling von Hantelmann wurde die Neugestaltung des ZOB Areals und des Bahnhofsvorplatzes maßgeblich entwickelt. Die Lichtplanung sollte diesen Entwurf unterstützen und den Platz auch in seiner Nachtwirkung als urbanes Entree von Hildesheim präsentieren.
Der Platz ist aus dem stadtgestalterischen Kontext heraus als Shared Space konzipiert. Diese Planungsphilosophie beinhaltet, dass öffentlicher Straßenraum, der vom Verkehr dominiert wird, sicherer und im Verkehrsfluss verbessert und damit lebenswerter gestaltet werden soll. Daher gibt es einzelne Verkehrszonen, die jedoch nicht durch Höhenversprünge in den Bodenbelegen markiert sind. Es ist ausschließlich an den Busterminals mit Bordsteinkanten gearbeitet worden. Das Lichtplanungsbüro Studio DL hat für den Platz ein Konzept erarbeitet, das eine gute Kommunikation des Raumes sicherstellt, sowie für Hildesheim einen Wiedererkennungswert schafft. Der Platz wird insgesamt von zylindrischen Leuchtenköpfen mit HIT, 3000 K auf Doppelauslegern umrahmt. Durch die Präsenz der hohen und gleichmäßig angeordneten Leuchten werden die Platzkanten markant unterstrichen. Der blaue Schimmer im oberen Teil der Leuchtenköpfe findet sich im Hildesheimer Stadtlogo wieder und ruft zusätzliche Aufmerksamkeit hervor. Es entsteht der Eindruck eines filigranen Bandes um den Platz. Die kleinen Leuchten im Platz sind nicht bestimmten Wegen oder Bereichen zugewiesen. Dadurch werden keine Linien oder Fluchten betont, sondern bei der Anordnung der Leuchten wurde darauf geachtet, dass der Eindruck einer „überall gleichwertigen Platzfläche“ entsteht.
Die Bussteige erfahren mittels der Beleuchtung eine Auflockerung. Der strenge Rahmen und die geraden, hellen Riegel der Oberlichter werden durch ungleichmäßig angeordnete Downlights und die dadurch erzeugten Lichtinseln durchbrochen. Die Überdachungen der Bussteige sind mittig hell, um alle Seh- und Lesebedürfnisse der Reisenden zu erfüllen.
Eine geringe Aufhellung der Architektur wurde so umgesetzt, dass die Bebauung sichtbar ist, aber nicht im Vordergrund steht.
 
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