Zeichenhaft
Der architektonische Entwurf betont in den Fassadenansichten die lineare Struktur des umgedreht L-förmigen Kranhauses. Die Vertikalität wird mittels durchgängiger Längsprofile der geschosshohen Verglasung noch weiter herausgestellt. Die von TTC Timmler Technology zusammen mit BRT-Architekten entwickelte LED-Leuchte für das Kranhaus-Mitte nimmt diese Funktionalität auf. Das 235 m lange und 30 cm breite Lichtband ist bündig in einem speziell dafür vorgesehenen Kanal aus eloxiertem Aluminium mit Glasbedeckung in die Fassade eingelassen. Es verläuft entlang der Innenschenkel des L’s in einem 90 mm tiefen Schacht (Standardbautiefe 35 mm) und verfügt über circa 15 000 einzelne in unterschiedlichen Lichtfarbtönen anzusteuernde LEDs. Der mit der Fassade homogen gestaltete Verlauf des Lichtbands ist bei Tageslicht kaum auszumachen. Außer der Bündigkeit mit der Fassadenoberfläche ist auch die Übernahme des von der Fassade vorgegebenen Achsmaßes von 1,35 m in den Glasbedeckungen gestalterisch gelungen. Diese Form von dem Beleuchtungskörper ist mit herkömmlichen Lichtbändern nicht vergleichbar, weder technisch noch architektonisch. So können alle sieben Meter individuelle Segmente auch einzeln geschaltet werden, um bestimmte Lichteffekte z. B. Lauflichter zu erzeugen. Die Schalttechnik befindet sich im Doppelboden direkt hinter der Fassade. Das ganze System bedarf einer sehr geringen Wartung und ist einfach zu reinigen. Allerdings sind die Investitionskosten das dreifache zu einem herkömmlichen Leuchtmittel. Aber nicht nur die geringe Wartung, sondern auch der vergleichbar niedrige Stromverbrauch lassen ein Amortisation nach drei bis vier Jahren zu – Fakten, die den Bauherrn für die LED-Lösung votieren ließen. Die Verleihung des prestigeträchtigen MIPIM-Awards auf der weltgrößten Immobilienmesse in Cannes unterstreicht die positiven Signale, die von dieser Architektur ausgehen.

Die Kranhäuser am Rheinauhafen: In der Nacht...

