Pilstings wiederbelebter Marktplatz

Der Marktplatz von Pilsting, der ab den 1960er Jahren zum Straßenraum mutiert war wurde zum Großteil von Straßenverläufen beherrscht, die vor den Häusern nur noch Gehwegbreiten von 1,50 bis 2 m zuließen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München monierte vor allem den nicht erlebbaren Platzraum und die flächige Versieglung mit Asphalt.

Mit ihrem schlanken, sich konisch nach oben verjüngenden Mast und dem in kleinster Bauform realisierte Spiegelwerfersystem fügt sie sich die Hess-Leuchte Vedo in die historische Bebauung des Pilstinger Marktplatzes ein. Die unterschiedliche Pflasterung markiert verschiedene Nutzungszonen (Foto: Hess AG)

Zur Neugestaltung des Zentrums schrieb die Gemeinde Pilsting im Jahr 2002 einen Ideen- und Realisierungswettbewerb aus. Umgesetzt wurde der Entwurf der ARC Architekten Partnerschaft, Bad Birnbach, und der LAB Landschaftsarchitektur Brenner, die zu den Preisträgern gehörten.
Der Fahrverkehr bzw. die Fahrbahnbreiten wurden reduziert, unterschiedliche Bodenbeläge markieren verschiedenartige Nutzungszonen und Borde wurden zugunsten einer barrierefreien Gestaltung beseitigt. Es entstanden großzügige Räume für Fußgänger, Außengastronomie und Gewerbetreibende. Eine Grünfläche mit Bäumen und Bänken erhöht zusätzlich den Aufenthaltscharakter, der von einer adäquaten Beleuchtung unterstützt wird.
Die Idee der Architekten und des Lichtplaners Johann Lichtl war es, atmosphärisch schönes Licht gleichmäßig auf den gesamten Marktplatz zu bringen. Für leuchtende Akzente sollten die illuminierten Baumkronen sorgen. „Die Leuchten selbst sollten ästhetisch-zurückhaltend und modern sein“, beschreibt Professor Hermann Brenner den Anspruch, die Weiterentwicklung des Marktplatzes am Design ablesbar zu machen. Dieser Ansatz spiegelt sich auch im Entwurf seines Büros für das Buswarte- und Fahrradhaus wider.
Im Rahmen einer Bemusterung entschied sich der Gemeinderat für den Einsatz der Mastauslegerleuchte Vedo zur Grundausleuchtung des Platzes. Das Spiegelwerfersystem von Hess erfüllte nicht nur die Erwartungen an Design und Lichtqualität. Bestückt mit je einer 150-W-HIT-Lampe erlauben es die Systeme, den gesamten Platz von den beiden langen Seiten aus zu beleuchten. Um den Platzcharakter zu stärken, wurde der Straße lichttechnisch keine besondere Bedeutung zugewiesen. Das indirekte Licht verteilt sich aus einer Höhe von 6 m gleichmäßig über die gesamte Platzfläche. Die Baumkronen werden von 22 in die Rasenfläche integrierte Bodenstrahler vom Typ Ravenna, ebenfalls von Hess, angestrahlt.
 
www.hess.eu
 
 
 
 

 

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